Scheinargument

Appell an die Natur

„Natürlich“ wird mit gut oder sicher gleichgesetzt, „künstlich“ mit schlecht.

Online-Beispiel
„Das Mittel ist rein natürlich, deshalb kann es keine Nebenwirkungen haben.“

Wo der Fehler liegt

Viele natürliche Stoffe sind gefährlich, viele künstlich hergestellte Stoffe hilfreich. Risiken hängen von Dosis, Anwendung, Eigenschaften und Evidenz ab – nicht vom Etikett.

Wann der Begriff nicht passt

Natürlichkeit kann für Umweltwirkung, Verarbeitung oder persönliche Präferenzen relevant sein. Sie ist nur kein automatischer Sicherheits- oder Qualitätsnachweis.

Drei Fragen

Vor dem Antworten

  1. Welche konkrete Eigenschaft soll aus „natürlich“ folgen?
  2. Was zeigen Dosis, Studien und bekannte Nebenwirkungen?
  3. Würde dieselbe Bewertung auch gelten, wenn die Herkunft anders beschrieben wäre?
Antwortwerkzeug

Sachlich antworten

Wähle einen Ton und passe den Text an. Kritisiere das Argument, nicht die Person.

Der Beitrag wird nur im Browser geöffnet. Denk-Anker überträgt deine Eingabe nicht an einen eigenen Server.

Verwandte Denkfehler

Quellen

Quellen und Einordnung

Die Einordnung stützt sich auf Fachliteratur. Ein Etikett ersetzt nie die Prüfung des Arguments.

Redaktionell geprüft: · Nächste Prüfung bei relevanten neuen Quellen oder spätestens nach zwölf Monaten.

Redaktioneller Hinweis

Der Begriff beschreibt ein Muster, nicht eine Person. Kontext zählt.

So arbeitet die Redaktion